Ulrike Rodust, Mitglied des Europäischen Parlaments

SPD
Europa erklärt

360° Foto des Europäischen Parlamentes
in Straßburg

Links


atmosfair - klimabewusst reisen


 
QR-Code

Webmaster

Nach oben

 
EU-Fischereipolitik

Die Europäische Union hat sich vorgenommen, in den nächsten Jahren die Gemeinsame Fischereipolitik grundlegend zu reformieren. Zu Recht: Die bisherige Politik kann kaum als Erfolgsstory angesehen werden: Fischen, Fischern und Anglern geht es schlecht.

Den Fischen geht es schlecht, weil die Bestände unter Überfischung leiden; den Fischern und Anglern, weil sie wegen eben dieser Überfischung immer weniger fangen können und häufig mit sinkenden Preisen zu kämpfen haben.

Als fischereipolitische Sprecherin der S&D-Fraktion im Europäischen Parlament werde ich mich dafür einsetzen, dass bei der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik wirksame Maßnahmen gegen die Überfischung verabschiedet und außerdem die in vielen Mitgliedsstaaten der EU immer noch vorhandenen Überkapazitäten der Fischereiflotten reduziert werden. Gezielt gefördert werden sollte zukünftig die kleine Küstenfischerei und nicht die großen Trawler. Wichtig ist uns auch, dass die Aquakultur - also die Fischzucht -  zu einem zweiten Standbein der europäischen Fischwirtschaft unter nachhaltigen Aspekten ausgebaut wird.

Künftig müssen wir auch die Abkommen mit Entwicklungsländern, deren Gewässer wir Europäer heute leer fischen fair und entwicklungspolitisch sinnvoll gestalten. Ganz wichtig ist mir, dass die Europäische Fischereipolitik flexibler und dezentraler wird - dass also nicht jede Detailregelung in Brüssel entschieden wird, sondern mehr vor Ort und dass auf aktuelle Entwicklungen schneller reagiert werden kann. Mit all diesen Themen beschäftigen wir uns bereits intensiv im Fischereiausschuss.

Am 29. September 2011 wurde ich zur Berichterstatterin des Europäischen Parlaments zur Grundverordnung über die Reform der EU-Fischereipolitik ernannt.

Damit bin ich seitens des Parlamentes die federführende Ansprechpartnerin für die anstehende Reform. Mit meinem Bericht, den ich in den nächsten Monaten erarbeiten werde, reagiert das Europäische Parlament auf die Reformvorschläge, die Maria Damanaki, EU-Kommissarin für Fischerei, im Juli 2011 vorgestellt hatte.

Das Europäische Parlament ist damit erstmals gleichberechtigt mit dem Ministerrat an der neuen Gesetzgebung für die europäische Fischereipolitik beteiligt.

Ich habe ein erstes Arbeitsdokument erstellt, dass Sie hier nachlesen können:
Teil 1, Teil 2, Teil 3

Mein Ziel ist es zu verhindern, dass sich am Ende des Reformprozesses die Gegner einer nachhaltigen Fischereipolitik durchsetzen.

Angesichts des desolaten Zustandes unserer Meere und der schwierigen Situation in den meisten Küstenregionen geht es um viel – deshalb muss die Reform wirklich umfassend gelingen.

Dazu zählt

  • die intelligente Ausgestaltung eines Rückwurfverbots,
  • eine stärkere Regionalisierung und Dezentralisierung der Entscheidungswege,
  • das eindeutige Bekenntnis zur weltweiten Verantwortung für den Schutz der Fischbestände
  • und eine deutliche Stärkung von Wissenschaft und Forschung im Fischereisektor.

Um mir ein umfassendes Bild zu verschaffen, treffe ich mich fortwährend mit zahlreichen Vertretern der Fischereibranche:

... mit der dänischen Agrar- und Fischereiministerin Mette Gjerskov zur Reform der GFP (29.02.2012)

... mit dem irischen Agrar- und Fischereiminister Simon Coveney zur Reform der GFP (29.2.2012) 

... mit dem britischen Fischereistaatssekretär Richard Benyon zur Reform der GFP (6.12.2011)

... mit dem finnischen Staatssekretär für Fischerei, Risto Artjoki und dem Berater der sozialdemokratischen Fraktion in Fischereifragen, Vassilios Mylonas bei Gesprächen zur GFP-Reform (am 5.12.2011)

... mit dem isländischen Botschafter Thorir Ibsen im Gespräch über die GFP-Reform (am 29.11.2011)

Hier finden Sie zum Download die Prioritäten der S&D für den Fischereisektor (2009 - 2014) sowie die Vorstellungen der S&D zur  Zukunft der Fischerei in der EU

 Video: Fisch vom Kutter

...ein anschauliches Beispiel, wie Mittel aus dem Europäischen Fischerei Fonds sinnvoll in Schleswig-Holstein eingesetzt werden.

Und hier gibt es den Fisch vom Kutter für alle die in der Nähe von Kiel wohnen oder dort Urlaub machen wollen: http://www.fisch-vom-kutter.de/

 

 

 
Change Europe!