Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Biodiversität 
Mit 56 Milliarden Euro im Jahr macht die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik rund 40 Prozent des EU-Haushalts aus. Doch die bisherige Regelung, wie diese Mittel verteilt werden, läuft 2013 aus. Es geht also um viel Geld, auch für Schleswig-Holsteins Landwirte, wenn die EU-Kommission Mitte nächster Woche ihre Vorstellungen zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik offiziell verkündet. Bereits jetzt wird die Diskussion um die anstehende Reform heiß geführt: Über die zentralen Fragen dieser Reform und die daraus resultierenden Konsequenzen für Schleswig-Holstein tauschten sich auf Einladung von Ulrike Rodust am Samstag Landwirte, Experten sowie Vertreter von Politik und Verbänden im Kulturzentrum Rendsburg aus.
Die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete konnte als Redner den Präsidenten des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, begrüßen. Nach Statements des Direktors der naturpolitischen Abteilung von Euronatur, Lutz Ribbe, und des agrarpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Lothar Hay, führte der Sprecher des Arbeitskreises ländliche Räume des SPD-Umweltforums, Friedrich-Carl Wodarz, durch die anschließende Diskussion.
Mit deren Qualität zeigte Rodust sich im Anschluss an die gut besuchte Veranstaltung hoch zufrieden. Den Beteiligten sei klar, dass ein leicht angepasster Status quo nicht reichen werde, um 500 Millionen Europäer mit ausreichenden und qualitativ hochwertigen Produkten zur versorgen, ohne dabei die Interessen des Klimaschutzes und der Biodiversität außen vor zu lassen. „Bei der anstehenden Reform ist mir wichtig, dass Landwirte zukünftig gezielter für die Erzeugung von gesellschaftlichen Leistungen entlohnt werden: Eine Ausrichtung der Zahlungen an erbrachten Leistungen – etwa dem Schutz wichtiger Ressourcen wie Wasser und Boden – ist meiner Ansicht nach der einzig gangbare Weg. Denn: Nur wenn wir es schaffen, die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass hier gesellschaftlicher Mehrwert entlohnt und nicht pauschal Geld verteilt wird, lässt sich die nötige Akzeptanz für die gemeinsame Agrarpolitik erreichen." Ein freiwilliges Vertragssystem, bei dem die Höhe der Mittel an das Erfüllen festgelegter Standards gekoppelt ist, sei hier die beste Lösung: „Die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament haben ein entsprechendes Modell vorgestellt und es gibt erste Signale, dass die Vorschläge der Kommission in eine ähnliche Richtung gehen."






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