Ulrike Rodust, Mitglied des Europäischen Parlaments

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Veranstaltungsreihe EuropaDialog

Die Zukunft des ländlichen Raums in Schleswog-Holstein am 15.11.2012 in Kiel

„Digitale Agenda für Europa - Anforderungen der Informationsgesellschaft“

Montag, 30. Mai 2011
um 16.30 Uhr
Kieler KITZ (Schauenburgerstraße 116, 24118 Kiel)

Am 30. Mai 2011 fand im KITZ die Ver­an­stal­tung „Digi­tale Agenda für Europa — Anfor­de­run­gen der Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft“ statt. Petra Kam­mere­vert, SPD-​Europaabgeordnete aus Nordrhein-​Westfalen und Mit­glied im Aus­schuss für Kul­tur und Bil­dung des Euro­päi­schen Par­la­ments führte in die The­ma­tik der Digi­ta­len Agenda für Europa ein. Die anschlie­ßende Podi­ums­dis­kus­sion wurde mode­riert von Dr. Kai Dol­g­ner (SPD-​Landtagsabgeordneter und Vor­sit­zen­der des AK Innen, Recht, Kom­mu­na­les und Gleich­stel­lung) und bestrit­ten von Rein­hard Buhse (Abtei­lungs­lei­ter IT Medien im IQSH), Sören Mohr (Vor­sit­zen­der der DiWiSH), Jörg Eisfeld-​Reschke (iko­som) und Dr. Thilo Wei­chert (Lan­des­be­auf­trag­ter für Datenschutz).

Alle Betei­lig­ten waren sich einige, dass die Dis­kus­sio­nen in der Ver­gan­gen­heit oft eine zu geringe Flug­höhe hat­ten und dass über aktu­elle Phä­no­mene mehr dis­ku­tiert wurde, als über einen sinn­vol­len, lang­fris­ti­gen Umgang mit dem Inter­net. Wäh­rend die Frage, ob Google Street View jetzt gut oder schlecht ist von nur kur­zer Reich­weite ist, stellt sich viel­mehr die Frage, wie geht man mit Daten und Daten­schutz gene­rell um. Eine Lösung muss dann auch nicht immer Anspruch auf Ewig­keit haben. Die Welt ver­än­dere sich und — so for­mu­lierte es Rein­hard Buhse — so wie wir uns an das lebens­lange Ler­nen gewöhnt haben, wer­den wir uns auch daran gewöh­nen müs­sen, immer wie­der neu nachzuregulieren.

Neben die­sem Grund­kon­sens gab es aber auch kon­tro­verse Punkte: Wäh­rend Sören Mohr der Mei­nung war, dass sich mit Google und Face­book die bes­se­ren Pro­dukte am Markt durch­ge­setzt haben, hielt Dr. Thilo Wei­chert dage­gen, dass das nur gelun­gen sein, in dem diese Kon­zerne sys­te­ma­tisch euro­päi­sches (Datenschutz-)Recht gebro­chen und die damit gemacht Gewinne in noch umfang­rei­chere Daten­sam­mel­sys­teme reinves­tiert haben. Wei­chert for­derte da eine kla­rere Posi­tion der Poli­tik ein. Die ließe sich immer noch allzu gerne mit den neuen Pop­stars der Inter­net­bran­che abbil­den, statt sie zur Ein­hal­tung von Geset­zen zu zwin­gen. „Da muss man sich dann auch mal mit den Gro­ßen anle­gen,“ so Weichert.

Ein wenig wurde der Schwarze Peter vom Daten­schutz an die Wirt­schaft, von der Wirt­schaft an die Poli­tik und von allen zusam­men an die Medi­en­päd­ago­gik gescho­ben. Jörg Eisfeld-​Reschke mahnte zum küh­len Kopf bei der Dis­kus­sion um bestimmte nega­tive Phä­no­mene im Inter­net — Schul­hof­tratsch und Mob­bing habe es zum Bei­spiel schon immer gege­ben. Auch ohne Inter­net. Die große Öffent­lich­keit für dafür sei doch eine Chance zum päd­ago­gi­schen Umgang mit die­sem, dem eigent­li­chen Problem.

So eine Dis­kus­sion kann immer nur einen Zwi­schen­stand in einer öffent­li­chen Debatte dar­stel­len. Ins­ge­samt war die Ver­an­stal­tung ein Rund­um­schlag, der natür­lich sel­ten wirk­lich in die Tiefe gehen konnte. Es wur­den aber die Anfor­de­run­gen der ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Grup­pen durch­aus deutlich.

Die Veranstaltung wurde via Livestream übertragen.  Hier können Sie sich die Veranstaltung anschauen.

 

Euroland am Scheideweg?
Diskussion zu den Konsequenzen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise am 10. Februar 2011 im Kiler Wissenschaftszentrum

Zuerst strauchelten mächtige Banken, später dann ganze Staaten: Die Schuldenkrise hält Europa nach wie vor in Atem. Um das schwierige Thema aus den Experten-Runden herauszuholen hat die schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Ulrike Rodust am Donnerstagabend interessierte Bürger ins Wissenschaftszentrum Kiel eingeladen.

„Aufklärung betreiben“ wollte auch der wirtschaftspolitische Sprecher der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Udo Bullmann, der in seinem Eingangsreferat für entschiedene Finanzmarktreformen eintrat und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer forderte.

Prof. Dr. Federico Foders vom Institut für Weltwirtschaft hält die Krise noch nicht für überstanden und betonte die Notwendigkeit einer abgestimmten Wirtschaftspolitik.  Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner warnte davor zu glauben, man käme mit nationalen Antworten weiter: Internationale Problem müssten international gelöst werden. In dem jüngsten Vorstoß der deutschen und französischen Regierungen sieht er keinen Ansatz für eine gemeinsame Wirtschaftspolitik, sondern lediglich eine „Demütigung aller anderen“. Die Leiterin des Europäischen Verbraucherzentrums in Kiel, Andrea Sack, stellte klar, dass die Einführung des Euro aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher in jedem Fall ein Gewinn gewesen sei.

Zu der von Ulrich Metschies moderierten Veranstaltung kamen rund siebzig Gäste, die sich zur Freude der Gastgeberin rege in die Diskussion einschalteten: „Seit Ausbruch der Krise ringen die Mächtigen und die Parlamente dieser Welt um Wege aus der Krise. Dass sie die richtigen Antworten finden, geht uns alle an. Das konnten wir mit dieser Diskussion deutlich machen“, so Rodust. 

 

Klimaretter EU?
Diskussion in Schleswig zur Europäischen Klima- und Energiepolitik / 27. Januar 2011

Wie können wir eine moderne Energiepolitik gestalten, die langfristig gedacht und nachhaltig ausgerichtet – also wirtschaftlich, sozial und ökologisch ausbalanciert ist? Antworten auf diese Frage suchten die Teilnehmer der Veranstaltung „Klimaretter EU? Klima- und Energiepolitik in Europa“, die am Donnerstagabend (27. Januar 2011) in den Räumen der Stadtwerke in Schleswig stattfand.

Auf Einladung der schleswig-holsteinischen Europaabgeordneten Ulrike Rodust diskutieren dort vor rund neunzig Zuhörern Vertreter von Politik, Energiewirtschaft und Verbraucherschutz. In seinem Auftaktreferat betonte der Vorsitzende des EP-Umweltausschusses, Jo Leinen, die Notwendigkeit, dass Europa als Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Energiewende auftrete. Leinen machte deutlich, dass hier Deutschland als größtes Mitgliedsland die Schlüsselrolle habe.

Im Anschluss führte Moderator Carsten Kock durch die teilweise sehr lebhafte Diskussion. Schließlich trafen auf dem Podium durchaus kontroverse Einstellungen aufeinander: so wies der Personalvorstand und Arbeitsdirektor der E.ON Hanse, Udo Bottländer, auf die Aktivitäten seines Unternehmens beim Aufbau intelligenter Netze ebenso hin, wie auf ein erstes großes Speicherprojekt in Schleswig-Holstein. Vom Landesvorsitzenden der SPD Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, musste er sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, die großen Energiekonzerne hätten massiv auf die Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken hingewirkt und zeigten nur geringes Interesse am Thema Energie-Einsparung. Der Energieexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, forderte, bei der Förderung von Erneuerbaren Energien stärker auf die Effizienz der jeweiligen Verfahren zu setzten. Die auch vom Geschäftsführer der Stadtwerke Schleswig, Wolfgang Schoofs, beklagten Kosten durch die EEG-Umlage bezeichnete er als „Kollateralschaden“ der Laufzeitverlängerung.  

Grußwort von Ulrike Rodust
Einladung

Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Biodiversität
Diskussion zur zukünftigern Agrarpolitik Rendsburg / 13. November 2010 in Rendsburg

v.l.n.r.: Fritz Wodarz, Lutz Ribbe (Euronatur), Werner Schwarz (Bauernpräsident SH), Ulrike Rodust und Lothar Hay (MdL)
Mit 56 Milliarden Euro im Jahr macht die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik rund 40 Prozent des EU-Haushalts aus. Doch die bisherige Regelung, wie diese Mittel verteilt werden, läuft 2013 aus. Es geht also um viel Geld, auch für Schleswig-Holsteins Landwirte, wenn die EU-Kommission Mitte nächster Woche ihre Vorstellungen zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik offiziell verkündet. Bereits jetzt wird die Diskussion um die anstehende Reform heiß geführt: Über die zentralen Fragen dieser Reform und die daraus resultierenden Konsequenzen für Schleswig-Holstein tauschten sich auf Einladung von Ulrike Rodust am Samstag Landwirte, Experten sowie Vertreter von Politik und Verbänden im Kulturzentrum Rendsburg aus.

Die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete konnte als Redner den Präsidenten des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, begrüßen. Nach Statements des Direktors der naturpolitischen Abteilung von Euronatur, Lutz Ribbe, und des agrarpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Lothar Hay, führte der Sprecher des Arbeitskreises ländliche Räume des SPD-Umweltforums, Friedrich-Carl Wodarz, durch die anschließende Diskussion.

Mit deren Qualität zeigte Rodust sich im Anschluss an die gut besuchte Veranstaltung hoch zufrieden. Den Beteiligten sei klar, dass ein leicht angepasster Status quo nicht reichen werde, um 500 Millionen Europäer mit ausreichenden und qualitativ hochwertigen Produkten zur versorgen, ohne dabei die Interessen des Klimaschutzes und der Biodiversität außen vor zu lassen. Bei der anstehenden Reform ist mir wichtig, dass Landwirte zukünftig gezielter für die Erzeugung von gesellschaftlichen Leistungen entlohnt werden: Eine Ausrichtung der Zahlungen an erbrachten Leistungen etwa dem Schutz wichtiger Ressourcen wie Wasser und Boden ist meiner Ansicht nach der einzig gangbare Weg. Denn: Nur wenn wir es schaffen, die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass hier gesellschaftlicher Mehrwert entlohnt und nicht pauschal Geld verteilt wird, lässt sich die nötige Akzeptanz für die gemeinsame Agrarpolitik erreichen." Ein freiwilliges Vertragssystem, bei dem die Höhe der Mittel an das Erfüllen festgelegter Standards gekoppelt ist, sei hier die beste Lösung: Die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament haben ein entsprechendes Modell vorgestellt und es gibt erste Signale, dass die Vorschläge der Kommission in eine ähnliche Richtung gehen."

Grußwort von Ulrike Rodust
Einladung 

 
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